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Sunday, June 23, 2013

Gendergerechte Sprache in Blogs

Martin Grünstäudl hat in seinem Blog die folgende Frage gestellt:

“Sollten Blogger und Autoren auf gendergerechte Sprache achten?”

Das ist eine spannende Frage zu einem sehr kontrovers diskutierten Thema, welches ich sehr interessant finde, und so möchte ich mich mal an einer Antwort versuchen.

Saturday, March 30, 2013

Einführung in die Einkommensteuererklärung

Das deutsche Einkommensteuergesetz ist mit Sicherheit eines der kompliziertesten der Welt. Diese Komplexität und die unübersichtlichen und schwer verständlichen Formulare zur Einkommensteuererklärung geben schnell den Eindruck, dass normale Menschen gar keine Chance haben, ihre Steuererklärung richtig auszufüllen. Dies wiederum sorgt für Ausgaben an Steuerberater oder Steuersoftware.

Dabei sind die Grundlagen der Einkommensteuererklärung relativ einfach. Die Komplexität entsteht hauptsächlich durch viele Ausnahmen und Sonderregeln, die für die meisten Steuerzahler überhaupt nicht relevant sind. Selbst wenn man eine Steuersoftware verwendet, hilft ein Verständnis des Einkommensteuerrechts dabei, einen Überblick zu bewahren.

Dieser Artikel sollte auch einem Laien ermöglichen, die Einkommensteuererklärung zu verstehen. Dabei ist zu beachten, dass ich nicht gesetzlich zur Steuerberatung befähigt bin, und in sofern auch keine rechtlich sichere Beratung geben kann.

Sunday, November 25, 2012

Buchrezension: Der sterbende König

Der sterbende König
von
Warum kein richtiges Cover?

Der historische Roman Der sterbende König von Bernard Cornwell beginnt am Ende des neunten Jahrhunderts, zu einer Zeit, als sich die Dänen überraschend ruhig verhalten. König Alfred liegt im Sterben und sein Nachfolger Edward ist in Skandale verwickelt. Trotz dieser günstigen Gelegenheit scheinen die Dänen nicht angreifen zu wollen. Der Frieden, den der Christengott verspricht, scheint wahr zu werden. Als Kriegsherr Uhtred zu einer Bündnisverhandlung mit einem benachbarten König entsendet wird, stellt er jedoch fest, dass der Schein trügt.

Die Uhtred-Saga von Bernard Cornwell ist eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen. Cornwells Schreibstil finde ich hier besser als in allen anderen seiner Bücher, und ich mag die meisten seiner Bücher. Zudem gefällt mir das Setting wirklich gut. Cornwell schafft es, eine historische Welt mit vielen kleinen Details und Hintergründen zum Leben zu erwecken, ohne sich von der spannenden Haupthandlung ablenken zu lassen. Der sterbende König ist vielleicht nicht der beste Band aus der Uhtred-Saga, aber das nimmt dem Buch keinerlei Faszination.

Für Freunde historischer Romane und natürlich Cornwell-Fans einfach ein muss.

Sunday, September 16, 2012

Buchrezension: Schlangenkopf

Schlangenkopf
von
Warum kein richtiges Cover?

Im Politik-Krimi Schlangenkopf setzt Ulrich Ritzel die Geschichte des Privatdetektivs Hans Bendorf fort. Ein Junge klaut eine Jacke und wird kurz darauf überfahren – es scheint eine vorsätzliche Tat gewesen zu sein, jedoch lag wohl eine Verwechslung vor. Da die Polizei merkwürdig wenig Elan an den Tag legt ermittelt Bendorf, und wird in einen Sumpf aus Intrigen um den Bundestag gezogen.

Mein erstes Buch aus der Bendorf-Reihe, und ein Grund, den Rest gleich auf meine Leseliste zu setzen. Die Charaktere sind menschlich und dicht, und wenn der Autor zwischen den Perspektiven wechselt merkt man das bereits am Schreibstil. Ein fünfzehnjähriger Junge sieht die Welt nunmal anders und auch etwas einfacher als ein sechzigjähriger Privatdetektiv, und Ulrich Ritzel kann dies wunderschön zwischen den Zeilen vermitteln.

Zudem war ich recht angetan von der Art, wie hier auch weibliche Charaktere vollkommen natürlich und ganz ohne aufgesetzte Geschlechterrollen in die Geschichte passen. Danke dafür!

Für Freunde von Politik-Krimis eine gute Wahl.

Saturday, August 4, 2012

Buchrezension: Borowski

Borowski
von
Warum kein richtiges Cover?

Der Agententhriller Der Borowski-Betrug von Robert Ludlum handelt von einem Mann, der sein Gedächtnis verloren hat. Auf der Suche nach seinen Erinnerungen lernt er langsam, dass er in seinem früheren Leben wohl ein Profikiller war – und er wird immer noch verfolgt.

Im zweiten Teil, Der Borowski-Herrschaft, hat der Mann gerade erst sein Leben wieder ein klein Wenig unter Kontrolle als ein Profikiller auftaucht, der unter seinem Namen wieder mordet. Die Regierung sieht keine Wahl als ihn gegen seinen Doppelgänger einzusetzen, und schreckt auch nicht davor zurück ihn mit seiner großen Liebe zu erpressen.

Beide Bücher, die ich hier zusammen beschreibe da ich sie in einem Doppelband las, verbindet die sehr flüssige und dichte Erzählweise Ludlums. Die Charakterentwicklung ist hervorragend. In beiden Büchern entwickelt sich Borowski langsam hin zum Charakter des Profikillers, jedoch aus leicht unterschiedlichen Bedingungen. Im ersten Buch beginnt er als Mann ohne Gedächtnis, der langsam und mit immer größer werdendem Schrecken seine Vergangenheit erkennt. Im zweiten Buch beginnt er als Mann, der seine Vergangenheit kennt aber vergessen wollte, und seine Persönlichkeit verändert sich immer weiter in sein anderes Selbst.

Besonders interessant fand ich an einigen Stellen die Rolle der Frau. Wie leider üblich ist die Frau in größeren Teilen eher eine Nebenrolle, eben das Zubehör des Mannes, und auch die typische Rolle als Haushälterin wird praktisch nicht hinterfragt. Dennoch scheint mir die Person als eigenständiger und stärker als in vielen aktuellen Romanen.

Leider haben beide Bücher durchaus Längen. Es gibt einige Stellen, die ich eher schnell überblättert habe. Davon abgesehen waren beide Bücher ein großes Lesevergnügen. Freunde von Agenthrillern sollten sich das nicht entgehen lassen.

Monday, July 2, 2012

Buchrezension: Der Sommer des Kometen

Der Sommer des Kometen
von
Warum kein richtiges Cover?

Petra Oelkers Der Sommer des Kometen wird von einem Kometenbeschwörer auf dem Hamburger Marktplatz angekündigt. Nicht nur das, es werden auch in kurzer Folge drei Menschen ermordet. Und mit einem von den Opfern wollten die Komödianten um Rosina eigentlich sprechen. Rosina und der Kaufmann Claes setzen sich daran die Morde aufzuklären.

Bei einem weiteren Teil einer Reihe frage ich mich immer, was man neues erzählen kann. Petra Oelker schafft es auch diesmal wieder das Hamburg des 18. Jahrhunderts auf ganz herzliche Weise aufleben zu lassen. Die Protagonisten muss man einfach gern haben, während die Eigenheiten dieser Zeit weiterhin als ganz normal erzählt werden.

Wie auch die anderen Teile der Rosina und Claes-Reihe kann ich auch diesen nur jedem Freund von historischen Kriminalromanen wärmstens empfehlen.

Saturday, June 16, 2012

Buchrezension: Die falsche Reliquie

Die falsche Reliquie
von
Warum kein richtiges Cover?

Die Falsche Reliquie von Renata Petrys berichtet von einer Phiole, die angeblich Jesus Blut enthält. Ein Bischof schöpft Verdacht und entsendet einen Spion um die Sache aufzuklären. Dieser begibt sich unversehens in größte Gefahr.

Der Erzählstil des Buches kann getrost als »ruhig« bezeichnet werden. Die Einleitung erstreckt sich fast über die Hälfte der Seiten, und erst im letzten Drittel kommt Spannung auf. Da jedoch der Protagonist die Geschichte als alter Mann erzählt hätte die Autorin vielleicht nicht den möglichen Tod des selbigen als zentrales Spannungsmoment für den letzten Teil des Buches wählen sollen. Hier tritt auch die einzige Charakterentwicklung des Buches auf: Der Protagonist erzählt im Epilog, dass ihn die Erlebnisse verändert haben.

Positiv anzumerken ist, dass die Geschichte der Reliquie in immer wiederkehrenden Rückblenden neben der eigentlichen Geschichte erzählt wird, und dass dieses häufig missbrauchte Stilmittel der Autorin sehr gut gelungen ist. Und trotz der fehlenden Spannung ist das Buch gut geschrieben und liest sich sehr flüssig.

Insgesamt finde ich den Roman zu ruhig. Obwohl er wirklich gut geschrieben ist fragte ich mich doch die ganze Zeit, wann denn endlich mal etwas passiert. Von daher eher für Freunde von langsamen Erzählungen mit wenig Spannung zu empfehlen.

Thursday, May 10, 2012

Buchrezension: Tod am Zollhaus

Tod am Zollhaus
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Warum kein richtiges Cover?

Tod am Zollhaus von Petra Oelker erzählt als erster Band ihrer Claes und Rosina-Reihe wie sich Claes und Rosina kennenlernen. Der Sekretär von Claes Hermanns, einem erfolgreichen Kaufmann, wird tot aufgefunden, direkt neben einem betrunkenen reisenden Komödianten. Der Fall scheint klar, aber Rosina, eine Freundin des Komödianten, sieht das anders und versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen. Gleichzeitig widerfahren Claes und seinem Handelsunternehmen immer weitere Unglücke, so dass auch er nicht mehr an einen Zufall glaubt.

Zusätzlich zu einem guten Krimi schafft es Petra Oelker durch viele kleine Details ganz nebenbei das Hamburg des 18. Jahrhunderts aufleben zu lassen, so dass man sich beim lesen direkt in diese Zeit zurückversetzt fühlt. In Verbindung mit ihrer geradezu liebevollen Art ihre Hauptcharaktere menschlich und charmant zu beschreiben, besteht diese Reihe aus einigen der meiner Meinung nach besten historischen Krimis überhaupt.

Wer Kiminalgeschichten vor historischem Hintergrund mag, ist bei Petra Oelker perfekt aufgehoben.

Saturday, February 25, 2012

Buchrezension: Sharpes Trophäe

Sharpes Trophäe
von
Warum kein richtiges Cover?

Lieutenant Colonel Henry Simmers ist der inkompetente Offizier eines neuen Battalions. Lieutenant Sharpe blamiert den Offizier in seiner ersten Schlacht, als Simmers alles falsch macht, und Sharpe gerade noch das schlimmste durch eine Befehlsverweigerung verhindern kann. Dadurch hat er jetzt jedoch einen mächtigen Feind, der Sharpes Karriere beenden könnte. Es gibt nur einen Ausweg: Sharpe muss eine französische Feldstandarte erobern, um mit dem damit einhergehenden Ruhm für Simmers unangreifbar zu werden.

Dies ist Teil 8 der Sharpe-Reihe von Bernard Cornwell. Meines Erachtens einer der schwächeren Teile der Serie, aber das heißt bei Cornwell eben, dass das Buch nur gut ist, und nicht hevorragend. Die Liebesgeschichte, die natürlich dazugehört, wirkt hier etwas aufgesetzt, und die Beweggründe für den Kern der Geschichte sind auch nicht ganz schlüssig.

Aber die Geschichte ist wie immer packend geschrieben, die Schlachtszenen faszinierend, und das Buch im Nu durch. Für Freunde von historischen Action-Romanen ein Genuss. Ebenso natürlich für Cornwell-Fans und alle Leser der Sharpe-Reihe.

Thursday, February 23, 2012

Buchrezension: Raid und der dicke Mann

Raid und der dicke Mann
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Warum kein richtiges Cover?

Harri Nykänens dicker Mann ist ein Politiker vom rechten Rand, der befürchtet, einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Deshalb heuert er den professionellen Killer Raid an, um sich zu schützen. Als mehrere Morde im Dunstkreis der russischen Mafia geschehen, die alle anscheinend mit dem dicken Mann zusammenhängen, versucht neben der Polizei auch Raid, dem Ganzen einen Sinn zu geben.

Raid ist der archetypische Actionheld. Er wird spielend mit Profikillern, Bodyguards und anderen Kriminellen fertig, und bewahrt dabei immer eine gute Figur. Die Geschichte ist etwas verwirrend, fast schon zu verwirrend, jedoch ist der Roman sehr dicht geschrieben, so dass man leicht über die verwirrenden Stellen weglesen kann.

Insofern liest sich das Buch sehr flüssig, auch wenn die Sprache teilweise etwas holprig wirkt. Es würde mich nicht wundern, wenn dies mehr an der Übersetzung denn an dem Autor liegt. Finnisch bietet einfach ganz andere Möglichkeiten sich auszudrücken als das Deutsche.

Ein schöner Schmöker für nebenbei, jedoch ohne großen Anspruch. Insbesondere für Freunde von typisch amerikanischen Actionhelden zu empfehlen.

Wednesday, February 22, 2012

Buchrezension: Wächter der Nacht

Wächter der Nacht
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Warum kein richtiges Cover?

Sergej Lukjanenkos Wächter der Nacht behüten die Menschen vor den Taten der Dunklen – den bösen Magiern, Hexen, Vampiren und Werwölfen. Denn das Dunkle und das Licht haben einen Vertrag geschlossen: Das Gleichgewicht muss gewahrt bleiben, sonst würde der Krieg alles zerstören. Dennoch versuchen die großen Magier beider Seiten ihre Intrigen zu spinnen.

Lukjanenko baut hier eine eine einzigartige Welt auf. Vampire leben in heruntergekommenen Wohnungen und ernähren sich von Spenderblut, während nebenan die Lichten wohnen, die irgendwie mit ihrer Aufgabe zurechtzukommen versuchen. Und obwohl es Licht und Dunkel gibt, ist dann doch nicht wirklich klar, ob das Gute wirklich gut ist und das Böse wirklich böse. Eine wunderbar abgewrackte Welt als Kontrastprogramm zur stereotypen Fantasygeschichte.

Auch wenn die Intrigen teilweise ein bisschen zu abgehoben, die Geschichten ein bisschen zu überraschend, und die Charaktere ein bisschen zu dünn sind, muss man diese Welt als Antithese der herkömmlichen Literatur des Genres einfach lieben.

Thursday, February 16, 2012

Buchrezension: Der Trümmermörder

Der Trümmermörder
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Warum kein richtiges Cover?

Im Kriminalroman „Der Trümmermörder“ lässt Cay Rademacher das Hamburg der Nachkriegszeit wiederauferstehen. Im extrem kalten Winter 1946/47 ereignet sich eine seltsame Mordserie. Frische Leichen werden in zerstörten Vierteln gefunden, vollständig entkleidet – jedoch sieht es nicht nach Raubmorden aus. Schlimmer noch: Es scheint niemand diese Menschen zu vermissen. Ein Team um Oberinspektor Frank Stave versucht, dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Das Buch ist gut geschrieben und die Geschichte fesselt durchgehend. Der Autor schafft es insbesondere hervorragend, die Atmosphäre des größtenteils zerstörten Hamburgs einzufangen, ohne sich in Detailbeschreibungen zu verlieren. So erfährt man nebenbei viel über die Stadt und das Leben der Menschen im Spannungsfeld zwischen Entnazifizierung, britischer Herrschaft und mangelnder Versorgung.

Einziger Wermutstropfen für mich war die Wahl der Erzählzeit. Das Buch ist durchgehend im Präsens geschrieben. Das war derart ungewohnt für mich, dass es mich regelmäßig von der Geschichte abgelenkt hat. Ich vermute, dass es ein Versuch des Autors war, den Leser in die Geschichte hinein zu ziehen, jedoch hatte es bei mir leider den gegenteiligen Effekt.

Trotz dieses kleinen Problems kann ich das Buch jedem Freund von Krimis und historischen Romanen in der Nachkriegszeit empfehlen.

Wednesday, February 15, 2012

Buchrezension: Svantevit

Svantevit von Nikolai M. Jakobi erzählt die Geschichte der Ranen, einem Volkstamm der Wenden, in der Mitte des 12. Jahrhunderts aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Großteil des Buches begleitet Radik, einen jungen Ranen, bei seiner Entwicklung von einem kleinen Fischerjungen zu einem Kämpfer der Tempelgarde der Burg Arkona, die den Tempel des höchsten Gottes der Ranen beherbergt – den Tempel des Svantevit. In den anderen Erzählsträngen wird die gleiche Geschichte aus Sicht der Dänen und der Sachsen geschildert.